Das Bauwerk
Das Ulmer Münster wurde als fünfschiffige Basilika mit fünfseitig abschließendem Chor erbaut.
Prägend für den Außenbau ist vor allem der Hauptturm im Westen wie auch das von einem Satteldach überspannte Langhaus mit den beiden seitlichen Chortürmen im Osten. Sowohl der Hauptturm als auch die beiden Chortürme wurden aus behauenen Natursteinen bzw. im Vierecksbereich aus Ziegelsteinen errichtet. Das Langhaus hingegen besteht im aufgehenden Mauerwerk größtenteils aus Ziegelsteinen bzw. aus Kalksteinquadern, die von der außerhalb der Stadtmauer gelegenen Pfarrkirche "über Feld" stammen. Bemerkenswert ist auch die in großen Teilen noch erhaltene mittelalterliche Bauskulptur, so beispielsweise an der westlichen Vorhalle, an den Portalen und Tympana wie auch an den Pfeilern des Chores.
Der Innenraum mit überhöhtem Mittelschiff und Obergaden ist geprägt durch sein lichtes Erscheinungsbild sowie seine in großen Teilen noch erhaltene gotische Ausstattung. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang die Glasfenster im Chor, die gemalte monumentale Weltgerichtsdarstellung über dem Triumphbogen, das vermutlich unter Beteiligung Michael Erharts entstandene Sakramentshaus sowie das von Jörg Syrlin d. Ä. geschaffene Chorgestühl.